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Unfallchirurgische Versorgung

Unfallchirurugische Versorgung der Hände

Was ist das?

Die Verletzungen an der Hand sind vielfältig. Das Spektrum reicht von einfachen Wunden über Sehnen- und Bandverletzungen bis hin zu Gelenksverletzungen und Knochenbrüchen.

Ursachen

Häufig gehen die Handverletzungen auf Arbeitsunfälle zurück, aber noch häufiger ereignen sie sich zu Hause beim Heimwerken, bei Haus- und Gartenarbeit. Stürze, Sport-, Freizeit- sowie Verkehrsunfälle sind weitere mögliche Ursachen von Handverletzungen.

Klinik

Die Symptome unterscheiden sich bei den einzelnen Arten der Verletzungen an der Hand oder Handgelenk. Praktisch immer kommt es zu Schmerzen, Schwellung, Bluterguss und Bewegungseinschränkung.

Schwere Verletzungen wie Knochenbrüche, Sehnenrisse und Gelenksschädigungen können unbehandelt dauerhafte Beeinträchtigungen zur Folge haben.

Einige folgenschwere Verletzungen sind Frakturen der Speiche bzw. des Unterarmes, Kahnbeinbruch, Bruch der Mittelhand- und Fingerknochen, Luxation (Ausrenkung) des Handgelenkes und der Fingergelenke, Daumenbandriss (Skidaumen), Verletzungen des Discus triangularis, Nerven- und Gefäßdurchtrennungen, Verbrennungen und Amputationen.

Diagnostik & Therapie

Eine genaue Untersuchung ist wichtig. Häufig sind Röntgenaufnahmen erforderlich um Frakturen oder Luxationen aufzeigen zu können. In gewissen Fällen ist eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie erforderlich.
Oft werden die Verletzungen konservativ behandelt. In bestimmten Fällen ist ein chirurgischer Eingriff aber unumgänglich.

Die Knochenbrüche können durch Osteosynthese (d.h. festes Zusammenfügen der Bruchstücke) behandelt werden. Dazu können z.B. Schrauben, Nägel, Drähte oder Platten aus Metall verwendet werden. Haben sich die Bruchstücke verschoben, müssen sie vorher in die richtige Lage gebracht werden.

Sehnen und Bänder müssen zusammengenäht werden und eine baldige funktionelle Schienentherapie wird über die Ergotherapie eingeleitet.

 

Speichenfraktur

Fraktur der Speiche

Eine Radiusfraktur (Speichenbruch) entsteht häufig, wenn man versucht, sich bei einem Sturz mit der Hand abzufangen. Meistens bricht die Speiche (Radius) nahe am Handgelenk. Diese sogenannte distale Radiusfraktur ist die häufigste Fraktur des Menschen überhaupt.

  • Die Colles-Fraktur entsteht durch einen Sturz auf die ausgestreckte Hand. Diese auch als Extensionsfraktur bezeichnete distale Radiusfraktur stellt mit einem Anteil von fast 90 % die typische Bruchstelle (= loco typico) bei Radiusfrakturen dar.
  • Die seltenere Smith-Fraktur entsteht durch einen Sturz auf die gebeugte Hand. Diese Form von Speichenbruch nennt man auch Flexionsfraktur.

Fraktur des Kahnbeines

Betroffen sind vor allem jüngere, sportlich aktive Menschen.

Mit etwa 70 % ist die Skaphoidfraktur die häufigste Fraktur der Karpalknochen, der Altersgipfel liegt zwischen 15 und 30 Jahren mit deutlicher Prävalenz des männlichen Geschlechts.

Besonders gefährdende Sportarten:
Fußball, American Football, Baseball, Hockey, Snowboard, Fahrrad

Symptome:
Schwellung im Bereich des speichenseitigen Handgelenkes, schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Handgelenkes, Druckschmerz. 

Ursache
Sturz auf das ausgestreckte Handgelenk
Dabei sind Kräfte von etwa 200 kp und mehr erforderlich.