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Daumensattelgelenksarthrose

Daumensattelgelenksarthrose

Was ist das?

Bei der Rhizarthrose (griechisch rzisa: Wurzel und arthron: Gelenk) oder auch Sattelgelenksarthrose genannt, handelt es sich um die Arthrose des Wurzelgelenkes des Daumens. Hier betroffen sind die Gelenksflächen zwischen den ersten Mittelhandknochen und des großen Viereckbeines.

Ursache

Oft besteht eine erbliche Vorbelastung. Auch Basisbrüche des 1. Mittelhandknochens mit Gelenkbeteiligung können zum Verschleiß des Daumensattelgelenkes führen. Sonst Rheuma und jahrelange Belastung des Gelenkes können dazu beitragen. Frauen sind häufiger als Männer betroffen.

Klinik

Die Patienten haben nicht nur beim Benutzen des Daumens zum Greifen und Halten Schmerzen, sondern manchmal auch in Ruhe. Es kann lokal eine Schwellung und Rötung auftreten. In fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung kann es zu einer Fehlstellung des Daumens und zur Gelenkssteife kommen.

Diagnostik & Therapie

Die Diagnose wird durch die Röntgenaufnahmen gestellt.
Zunächst wird eine konservative Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten, Ruhigstellung mit einer Orthese und Schonung empfohlen. Häufige blinde Infiltrationen in das Gelenk können unter anderem zu Infektionen führen. Bei leichter Arthrose kann eine Therapie mit Hyaluronsäure versucht werden. Diese Methode kann zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit führen.

Bei den operativen Verfahren wird mit hoher Erfolgsquote die seit Jahrzehnten erprobte Sattelgelenksarthroplastik angewendet. Dabei wird das große Viereckbein entfernt. Wichtig ist die postoperative Ruhigstellung für 4 bis 6 Wochen und danach die intensive physikalische Behandlung. Der Eingriff erfolgt mit einem kurzen stationären Aufenthalt, gewöhnlich für eine Nacht, in Plexusanästhesie oder Allgemeinnarkose. Die sogenannten Endoprothesen haben sich aufgrund der schlechten Langzeitergebnisse und gehäuften Komplikationen noch nicht durchgesetzt.